home

Endlich Nebel

Oktober 27, 2011

Der morgendliche Blick aus dem Fenster ist vielversprechend: Endlich Nebel auf Zingst. Der Wetterdienst bestätigt das mit einer amtlichen Nebelwarnung. Nach dem Dauer-Blau der letzten Wochen eine willkommene Abwechslung. Schnell noch einen Kaffee-2-go, dann ab ins Auto. Erst nach Prerow, dann zurück auf die Seebrücke nach Zingst:

Hafen von Prerow im Nebel © Claus Brandt

Hafen von Prerow im Nebel © Claus Brandt


Seebrücke Zingst © Claus Brandt

Seebrücke Zingst © Claus Brandt



Auf zu neuen Ufern

Oktober 26, 2011

Die Segel sind gesetzt, ich breche auf zu neuen Ufern. Die schwere Ausrüstung für Tierfotografie habe ich vor einigen Wochen getauscht gegen eine Leica M9, eine Messsucher-Kamera mit digitalem Vollformatsensor. Gleichzeitig erschließe ich mir eine völlig neue Motivwelt. Die letzten 2 Wochen habe ich in Zingst an der Ostsee verbracht, pünktlich zum Naturschauspiel der Kranichrast. Statt Rudelschießen mit Flecktarn-Tele an den einschlägigen Spots habe ich den Kranichzug allerdings die meiste Zeit einfach nur mit Auge und Fernglas genossen.

Blick über den Bodden bei Zingst zum Zug der Kraniche © Claus Brandt

Blick über den Bodden bei Zingst zum Zug der Kraniche © Claus Brandt

Bei wunderschönem Herbstwetter gibt es in und um Zingst ausreichend Gelegenheit, das eigene Auge zu trainieren und zu interessanten Fotos zu kommen. Gerade der Hafen ist immer wieder einen Besuch wert, vor allem wenn die Zeesenboote vor Anker liegen.

Zeesenboot im Hafen von Zingst © Claus Brandt

Zeesenboot im Hafen von Zingst © Claus Brandt

Ein passendes Motiv wie ich finde …



Naturschauspiel: Kranichrast in Zingst

Oktober 18, 2011

Die Kranichrast in Zingst ist jedes Jahr im Herbst ein Naturschauspiel der besonderen Art. Auf dem Weg ins Winterquartier rasten mehrere Tausende Kraniche in Zingst und Umgebung um sich Fettreserveren für den Weiterflug anzufressen. Ich hatte großes Glück und habe während meines Aufenthaltes ca. 50.000 Kraniche in der Region erlebt. Einige Tage später waren es ‘nur’ noch etwa 20.000 Tiere, weil ein Großteil bereits Richtung Süden weiter geflogen ist.

Kraniche bei der Nahrungsaufnahme in der Umgebung von Zingst (Foto: Viola Brandt)

Nach Sonnenaufgang suchen die Vögel abgeerntete Maisfelder im Umland sowie vom Kranichschutz Deutschland eingerichtete Fütterungsstellen (so genannte “Ablenkfütterung”) auf. Dort verbringen sie den Tag mit der Nahrungsaufnahme und fliegen nach Sonnenuntergang zu ihren Schlafplätzen in niedrige Gewässer zurück.

Kranich beim Anflug eines Futterplatzes (Foto: Viola Brandt)

Am Morgen sowie Abend ist der Horizont voll mit Kranichformationen. Ein Trupp nach dem Anderen zieht trompetend vorbei und sorgt beim Beobachter für Gänsehaut. Ein atemberaubendes Erlebnis, was mit Bildern und Worten kaum zu beschreiben ist. Die Schönheit der Kraniche mit ihre spektakulären Balztänzen sowie dem lauten Trompetenruf faszinieren die Menschen seit je her. In vielen Ländern steht er symbolisch für Glück und ein langes Leben.

Abendeinflug der Kraniche über dem Bodden (Foto: Viola Brandt)

Zur Internetseite Kranichschutz Deutschland